Sri Lanka, das neue Surfparadies
Der Legende nach haben die Australier als Erste an Sri Lankas Stränden Surfsport betrieben. Heutzutage ist Sri Lanka das neue Traumziel fast aller Surfer auf der ganzen Welt. Tauchen wir ein in die tiefblauen Wellen des Indischen Ozeans, dem neuen Surferparadies.
Ganzjähriges Surfvergnügen
Das Wetter in Sri Lanka wird maßgeblich durch den Monsun bestimmt. Regen- und Trockenzeit sind nicht überall auf der Insel gleich. Wer im Indischen Ozean surfen will, sollte das berücksichtigen. Zwischen Dezember und März herrscht an der Westküste Trockenzeit. Somit finden Surfer hier in diesem Zeitraum beste Bedingungen vor. An der für ihre Wellen bekannten Ostküste dauert die Trockenzeit von April bis September. Daher kann in Sri Lanka fast das ganze Jahr über Surfsport betrieben werden. Wer das Klima der Insel sehr gut kennt, weiß genau, wann die allerbeste Zeit zum Surfen ist. Nur verraten diese Surfer das nicht jedem. Im Januar und Februar, wenn es in Europa klirrend kalt ist, scheint die Sonne in Sri Lanka angenehm warm und das Surfen ist traumhaft. Das tiefblaue ist Wasser ist dann bis zu 28°C warm und der Wind kommt meistens vom Land. Perfekte Bedingungen für ein unvergessliches Surfabenteuer!
Für jeden etwas, egal, ob Neuling oder Profi
Ob Neulinge, die noch unsicher auf dem Brett stehen, oder Profis, die bereits mühelos durch die Wellen gleiten - auf der Insel kommt jeder auf seine Kosten.
In Weligama brechen die Wellen ebenso schnell, wie sie sich wieder neu formen. Im seichten Wasser am zwei Kilometer langen Sandstrand haben selbst Anfänger keine Schwierigkeiten, auf ihr Brett zu steigen, von dem sie aber auch ganz schnell wieder herunterfallen. In der sanften Brandung lassen sich die Grundlagen des Surfens leicht erlernen und man kann sich gefahrlos ausprobieren.
In der wenige Kilometer südlich gelegenen Bucht von Mirissa herrscht Postkartenidylle. Dort, wo kristallklares Wasser auf einen sichelförmigen Streifen Strand mit Palmen trifft, reiten geübte Surfer die Wellen, die über ein Riff brechen (Reefbreak). Häufig tauchen zwischen den Wellen Strandbewohner auf, um die Surfer zu begrüßen. Können die Menschen oder die Schildkrötenweibchen besser Wellenreiten?
Etwas weiter nördlich liegt Midigama, das nicht nur einen, sondern gleich fünf Surfspots zu bieten hat. Der bekannteste davon, Lazy Left, ist hin und wieder Schauplatz von Lokalwettkämpfen auf recht hohem Niveau. In einer linken Welle über einem tiefen Riff müssen Sie sich unbedingt noch drehen können, bevor Sie sie reiten. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit geht es dann nach Coconuts, um im Sonnenuntergang zu surfen. Auch Lazy Right, Rams und Plantations gelten zurecht als gute Surfspots in Sri Lanka.
Aber nichts reicht an Hikkaduwa heran. Der etwa hundert Kilometer von Colombo entfernte Badeort ist bei Surfern, Badegästen und Reisenden gleichermaßen beliebt. Die Wellen am Man Reef sind perfekt für Anfänger geeignet. Die über zwei Meter hohen Wellen in Bennys dagegen sind nur etwas für echte Profis.
Zwischen April und September halten sich gefühlt alle Surfer an der Ostküste Sri Lankas auf. Arugam Bay war früher ein kleines Fischerdorf und ist heute an schönen Tagen ein Muss für jeden Surfer. In diesem Städtchen, das sich ganz dem Surfsport verschrieben hat, gibt es eigentlich nur die typischen Häuser oder Läden für Surfzubehör. Am Abend sitzen Reisende aus aller Welt gemütlich beisammen und tauschen Erfahrungen und Tipps aus. In der kleinen Stadt herrschen eine entspannte und freundliche Atmosphäre und beste Stimmung.
Lust, in Sri Lanka das Surfen zu lernen?
Auf der Insel gibt es zahlreiche Surfschulen für alle, die sich zum ersten Mal auf ein Surfbrett stellen möchten. Ein Surflehrer bringt den Anfängern 1 bis 1,5 Stunden lang die Grundlagen des anspruchsvollen, aber umso schöneren Surfsports näher. In die Welle paddeln, die Strömung nutzen, aufstehen, sich drehen... Das alles will gelernt sein, bevor man die ganz großen Wellen surfen kann. Das bleibt den erfahreneren Surfern überlassen, die sich dafür aber am Badeort erst einmal ein Surfbrett leihen müssen.
Am besten stürzt man sich gleich frühmorgens in die Wellen. Zwischen 6 und 9 Uhr sind erst wenige Surfbegeisterte auf dem Meer, das die aufgehende Sonne in den schönsten Farben zum Leuchten bringt. Spätestens der leichte Wind macht die Idylle dann perfekt. Aber auch der Abend eignet sich gut zum Surfen. Und das Farbenspiel der untergehenden Sonne ist nicht weniger atemberaubend.